E3Planspiel Demokratie an der Werner von Siemens Schule

An der Werner von Siemens Schule fand Mitte Februar ein spannendes Planspiel zum Thema „Demokratie“ statt. Ziel des Projekts war es, Jugendliche für die Wichtigkeit der Bewahrung demokratischer Werte zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie bedeutend Mitbestimmung, Dialog und Kompromissbereitschaft für eine funktionierende Gesellschaft sind.

Das Planspiel richtete sich gezielt an junge Menschen und wurde gemeinsam mit der Jugendorganisation OurGenerationZ entwickelt. Die Durchführung an der Schule erfolgte durch die Maintaler Apothekerin Daniela Kolb und die Klassenlehrerin der 10. Realschulklasse Katarzyna Mangelsen.

Das Szenario: Die Krise in Rotstadt

Im Mittelpunkt des Planspiels stand der fiktive Fall der Stadt  „Rotstadt“, die mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen hat. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler bestand darin, gemeinsam Lösungen zu entwickeln, um die steigenden sozialen Ausgaben zu reduzieren, ohne dabei gesellschaftliche Interessen aus den Augen zu verlieren.

Um diese Herausforderung zu meistern, schlüpften die Jugendlichen in verschiedene Rollen. Sie vertraten beispielsweise das städtische Schwimmbad, die Presse, das Jobcenter, den Bauhof, den Stadtrat und den Verein der Arbeitslosen und Bürgergeldbeziehenden. Jede Gruppe brachte ihre eigene Perspektive und Interessen in die Diskussion ein.

Dazu umfasste das Planspiel drei Phasen:

Phase 1: Rollenfindung und Vorbereitung

In dieser ersten Phase setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit ihrer Rolle auseinander. Sie formulierten Ziele, entwickelten Argumente und überlegten, mit welchen anderen Gruppen sie in Verhandlungen treten wollten.

Phase 2: Verhandlungen und Bündnisse

In der zweiten Phase nahmen die Gruppen Kontakt zu ihren potenziellen Gesprächspartnern auf. Es wurden mündliche Verhandlungen geführt, Absprachen getroffen und strategische Bündnisse geschlossen. Dabei zeigte sich, wie wichtig Kommunikation, Überzeugungskraft und Kompromissbereitschaft in demokratischen Prozessen sind.

Phase 3: Konferenz und Lösungsfindung

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Konferenz. Hier präsentierten die Gruppen ihre Positionen und Lösungsvorschläge. Ziel war es, Mehrheiten zu gewinnen, Kompromisse zu schließen und tragfähige Problemlösungen für Rotstadt zu erarbeiten.

Während der Verhandlungsphase entwickelte sich eine lebhafte Diskussion zwischen den verschiedenen Gruppen. Besonders spannend war es, zu beobachten, wie sich Argumente und Positionen im Laufe der Gespräche veränderten und wie die Schülerinnen und Schüler versuchten, ihre Interessen überzeugend zu vertreten.

Dabei wurde deutlich, dass Demokratie nicht immer einfach ist – sie lebt vom Dialog, vom Zuhören und vom Finden gemeinsamer Lösungen. Das Planspiel war ein großer Erfolg und hat allen Teilnehmenden großen Spaß gemacht. Die Schülerinnen und Schüler konnten Demokratie aktiv erleben, unterschiedliche Interessen abwiegen und so gemeinsam Verantwortung für Entscheidungen übernehmen.

 

 

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