Organisatoren 2Lehrstellenbörse 2017 - Rückblick

Stolz und zufrieden mit dem Verlauf der elften Auflage der Lehrstellenbörse waren alle Messebesucher: Die 27 Anbieter von Ausbildungsstellen, die zahlreichen informationswilligen Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz und ihre Eltern sowie die Organisatoren.

27 Aussteller hatten sich am Samstag, 23. September, in der Werner-von-Siemens-Schule versammelt. Sie kamen dort zur bereits elften Auflage der erfolgreichen Lehrstellenbörse zusammen, die unter dem Motto „Betrieb sucht Azubi – Azubi sucht Betrieb“ veranstaltet wurde. Neben überregionalen Unternehmen wie Norma, Heraeus und der Barmer waren auch regionale Betriebe wie Model Kramp oder Beckl, Karosseriebau und Lackiererei, vertreten. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Werner-von-Siemens-Schule in Dörnigheim in Zusammenarbeit mit der Erich Kästner-Schule in Bischofsheim und der Wirtschaftsförderung der Stadt Maintal.

Die stellvertretende Schulleiterin der Werner-von-Siemens-Schule, Katja Wehrheim, eröffnete die Lehrstellenbörse. In ihrer Rede wies sie darauf hin, dass der „Sprung ins Berufsleben nicht leicht ist“ und dankte den teilnehmenden Betrieben, den Organisatoren und den beiden Schirmherren Landrat Thorsten Stolz und Maintals Bürgermeisterin Monika Böttcher. Monika Böttcher konzentrierte sich in ihrer Ansprache an die Jugendlichen und betonte, welche Chance diese Messe für die jungen Menschen bot. Landrat Thorsten Stolz legte den Schwerpunkt seiner Begrüßung mehr auf den Wirtschaftsstandort Main-Kinzig-Kreis und erläuterte mit umfangreichen Zahlen und Statistiken die vielen Möglichkeiten, die sich Jugendlichen hier bieten.

Insgesamt nahmen, laut Aussage von Dorothea Bittner, Lehrerin an der Siemensschule und Mitorganisatorin der Veranstaltung, 17 Schulklassen an diesem Baustein der schulischen Berufsberatung und Berufsorientierung teil. Bestens vorbereitet konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zehn der beiden teilnehmenden Schulen so mit den Ausbildungsbetrieben ins direkte Gespräch kommen und viele Informationen aus erster Hand gewinnen.

So hatten auch die meisten Schüler einen positiven Eindruck und nahmen die vielfältigen Angebote war. Die 14-jährige Sinah findet, dass es viele gute Angebote gegeben hat. Auch die beiden Schüler Dominik und Werner sind von dem Angebot sehr angetan. Vor allem die Möglichkeit neue Ausbildungsberufe zu entdecken, fanden sie sehr spannend. „Mir hat die Börse auf jeden Fall geholfen, mich zu orientieren“, berichtet Dominik, „aber es wäre vielleicht noch besser, wenn es noch mehr Berufe zur Auswahl gebe.“ Genau dazu erklärt Dorothea Bittner: „Vor allem für kleine Handwerksbetriebe ist es schwer, sich auf unserer Messe zu präsentieren. Diese Firmen haben einfach nicht genug Leute, um jemanden für eine solche Veranstaltung abzustellen.“

Nicht nur die Schüler sind begeistert, sondern auch ihre Eltern. Die Lehrstellenbörse gibt nämlich auch den Erziehungsberechtigten die Möglichkeit, ihre Kinder bei der Wahl ihres zukünftigen Berufes zu unterstützen. So auch Bianka Babel, die ihren Sohn Jan auf diese Veranstaltung begleitet hat. „Ich finde den Umfang dieser Messe großartig; auch wie die Leute hier mit den Jugendlichen umgehen ist großartig. Ich bin froh, dass ich meinem Sohn hier helfen kann, sich für die Zukunft zu orientieren.“ Auch Jan fühlt sich auf der Messe wohl. Sein Traum ist es Koch zu werden. „Daher“, führt der Schüler aus, „habe ich mich bei Heraeus nach einer Ausbildung erkundigt.“

Doch Heraus ist nur einer der insgesamt 27 Betriebe, die sich in der Werner-von Siemens-Schule präsentiert haben. An jedem Stand, ob der Ausbildungsbetrieb nun Engelbert Strauß, Stadt Maintal, Bundeswehr oder DHL hieß, gab es rege Beratungsgespräche . Nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Mehrzahl der Ausbildungsbetriebe ja auch nicht nur eine Ausbildung anbieten sondern mehrere. Bei den Fragen an die Vertreter an den Ständen standen Informationen über Aufgaben und Fortbildungsmöglichkeiten, nach Ausbildungsdauer oder Gehalt im Fokus.

Auch für die Betriebe ist die Lehrstellenbörse eine gute Gelegenheit. Stellvertretend äußert sich Frank Spies, Ausbilder bei Manroland sheetfed: „Für uns sind solche Messen ganz wichtig“, legt er den Sachverhalt dar, „wir müssen hart dafür kämpfen, dass unsere Lehrstellen besetzt werden. Vor allem Frauen bewerben sich mittlerweile gar nicht mehr bei uns auf technische Berufe. Die wollen eher Industriekauffrau oder Mediengestalterin werden.“ Generell gäbe es mittlerweile einen regen Wettbewerb um Ausbildungs- und Lehrstellen aber auch um Auszubildende. Dies trifft auch gut das Motto der Veranstaltung „Betrieb sucht Azubi – Azubi sucht Betrieb“.

Initiiert wurde die Lehrstellenbörse übrigens von Manfred Wallesch, der wie jedes Mal auch in diesem Jahr zu Gast war. Der ehemalige Stadtverordnete hatte die Börse im Jahre 1998 ins Leben gerufen. „Auf die Idee kam ich durch die Arbeitsmesse in Hanau“, erklärt er, „da habe ich mir gedacht: Was die können, können wir auch.“ Seit dem Jahr 1999 findet die Börse im zweijährigen Rhythmus, einmal an der Erich Kästner-Schule und einmal an der Werner-von Siemens-Schule, statt. Anfang 2000 konnte auch die Wirtschaftsförderung der Stadt in das Projekt integriert und die Basis damit verbreitert werden. Seitdem gibt es auch zwei Schirmherren. „Wir wollten, dass es zwei Schirmherren sind. Einmal der Bürgermeister der Stadt und der Landrat. Damit wollten wir vermeiden, dass alles parteipolitisch beeinflusst wird“, erläutert Wallesch.

In zwei Jahren wird die Lehrstellenbörse wieder stattfinden, dann in der Erich Kästner-Schule.

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